Wohnprojekt und KiTa Josefsschule, M√ľnster

Leitidee

Auf dem ehemaligen Grundstück der Josefschule im Südviertel Münsters soll ein Neubau mit verschiedenen Nutzungen realisiert werden. Die Grundidee ist ein Hofhaus für verschiedene Nutzer mit unterschiedlichen Bedürfnissen und Budgets. Unter besonderer Berücksichtigung des Baumbestandes werden diese verschiedenen Nutzungseinheiten in einen einfachen, kompakten und wirtschaftlichen Baukörper integriert und über einen gemeinschaftlichen grünen Innenhof erschlossen. Größere Plattformen an den zum Innenhof orientierten Erschließungszonen dienen hierbei als Kommunikationsbalkone auf jeder Ebene.

Bauabschnitte

Der neue Baukörper soll in zwei Bauabschnitte unterteilt werden, um einen reibungslosen Betriebswechsel der Kita zu gewährleisten. So wird zuerst die neue Kita auf der Freifläche neben dem Bestandsbau errichtet um dann im zweiten Bauabschnitt das Hofhaus zu vervollständigen

Städtebau

Der Kopfbau fügt sich rücksichtsvoll ins städtebauliche Gesamtbild ein. Die Traufhöhe des alten Bestandsgebäudes wird adaptiert und mit der Trauflinie des Neubaus aufgenommen. Der Neubau setzt sich aus vier Vollgeschossen sowie zwei Staffelgeschossen zusammen, welche wiederum die Firstlinie des Altbaus aufnehmen. Der Blockrand reagiert auf die Nachbarbebauung im Süd- Westen mit einer Dreigeschossigkeit wodurch eine optimale Belichtung des gemeinschaftlichen Innenhofes ermöglicht wird. Zur Hermannstraße - Ecke Hornstraße wird der Baukörper sechsgeschossig und bildet einen angemessenen Abschluss des Blockrandes.

Wohnungsmix

Durch die Varianz der unterschiedlichen Grundrisstypen auf jeder Etage wird eine soziale Durchmischung angestrebt. Die neue Kita wird in den Neubau auf drei Geschossen integriert. Eine Spielfläche von ca. 300 m2 befindet sich auf dem Dach. Sollte die aktuell wenig genutzte Turnhalle zur Disposition stehen, könnte diese idealerweise durch eine Kita ersetzt werden. Durch die flexibel zu gestaltenden Grundrisse des Hofhauses ist ein späterer Austausch der Kitafläche durch zusätzliche Wohnungen problemlos möglich.

Fassade

Die vorgestellten Balkone und Erschließungselemente bilden gleichzeitig die Dämmebene für den Massivbau und stellen ein wirtschaftliches Fassadensystem dar. Die hofseitige und straßenseitige Spalierstruktur erzeugt ein homogenes Fassadenbild und ermöglicht eine freie Anordnung der Wohnungstrennwände ohne in das Erscheinungsbild zum Hof oder zur Straße einzugreifen.

Die Fassade erhält eine warme Holzverkleidung. Großzügige Eingangsbereiche über zwei Geschosse schaffen eine entsprechende Adressbildung.

 

Architektur: Berthold Ellertmann, Christian Schmitz

Team: Thomas Bergerbusch, Thanh-Tien Doan

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